Werbepost - 20.11.2019
Stimmungsvolles Konzert zum Jubiläum
Besser hätte man an einem verregneten Novemberabend gar nicht unterschlüpfen können: Ein musikalischer Hochgenuss mit der unvollendeten Sinfonie in H-Moll von Franz Schubert und das Mozart-Requiem (Wolfgang Amadeus Mozart) vollendeten den Jubiläumsreigen der Kolpingsfamilie Kerpen, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert.
In der vollbesetzten Pfarrkirche St.-Joseph in Brüggen lieferten der Projektchor aus dem Seelsorgebereich Kerpen Süd-West unter der Leitung von Monika Heggen und der Gesamtleitung von Robert Sterkel gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Bergheim (Leitung Andreas Hilner) klangvolle Akzente, die den hohen Anforderungen der ausgewählten Meisterwerke gerecht wurden.
Das Mozart-Requiem war die letzte Komposition Mozarts vor seinem Tod 1791. Es blieb unvollendet und musste von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr vollendet werden, da es ein Auftragswerk war. Das Requiem zählt zu den schwermütig-tiefgründigen Werken des Komponisten, der ansonsten gerne leichtfüßig-heitere Stücke in den musikalischen Kosmos der Wohlklänge sendete. Mythos behaftet und sagenumwoben wird es auch gerne als dramatische Filmmusik zum Einsatz gebracht.
Die Solistinnen Magdalena Kalinowska (Sopran) und Pia Schwarz (Alt) sowie die Solisten Javier Alonso (Tenor) und Achim Hoffmann (Bass) verzauberten das Publikum bei ihren jeweiligen Parts schließlich mit enorm kraftvollen Sequenzen, mal mit einfühlsamer Zartheit, wie der Komponist seine Schöpfung seinerzeit selbst aus den Tiefen seiner Seele hervorgehoben haben mag. Gewaltige vielstimmige Chorsequenzen lösten in der Kirche St.-Joseph einhaltgebietende leise Passagen ab, um schließlich wieder in einen Jubeltonus zu münden, der das "Lux Aeterna", das ewige Licht, so bewegend erhob, dass sich dem Gänsehautgefühl ganz sicher nur wirklich kalte Fische entziehen konnten.