Stadt-Anzeiger

Kölner Stadt-Anzeiger - 13.11.2017 - Dietmar Fratz

Neuer Chef mag den Dreiklang

Andreas Hilner leitet Bergheimer Sinfoniker – Erstes Konzert mit Medelssohn-Werken

Er macht schon seit Jahren im Sinfonieorchester Bergheim mit, als Aushilfe an Klarinette und Saxophon und als Leiter von Satzproben der Bläser. Im Sommer wurde Andreas Hilner Dirigent des Ensembles, nachdem Franz-Josef-Stürmer nach 30 Jahren am Pult buchstäblich nur noch die zweite Geige spielen wollte.

Hilner (49) stammt aus Krefeld, wo er schon früh seine Instrumente erlernte. "Meine Freizeit bestand vorwiegend aus Musik", sagte er. Vor 13 Jahren zog er nach Quadrath-Ichendorf um. Seine Frau Milka Repovz, erste Geigerin im Laienensemble, hatte dort ihre Arbeitsstelle und brachte ihn zum Orchester. Hilner ist Dozent an der Düsseldorfer Musikhochschule, Intrumentallehrer an der Brühler Musikschule und Leiter der Bergischen Bläserphilharmonie, bringt zudem Erfahrung in der Stabführung bei den Jungen Bläserphilharmonie NRW und den Krefelder Bayer-Symphonikern mit.

Der Übergang bei den Bergheimern war lange geplant. Hilner hatte sich auf Bitte der Musiker "recht schnell aus dem Herzen heraus entschlossen". Auf Vorschlag des Vorstandes wurde Stürmers Wunschnachfolger demokratisch gewählt. "Das Orchester ist in gutem Zustand", lobt Hilner die Arbeit des Vorgängers, "der sich nicht einmischt, aber immer mit Rat zur Seite steht". Er genieße die "große Begeisterung" der Laien, die "willig und freudig spielen. Das merkt das Publikum" und mache auch ihm "große Freude".

"Mein Stil ist natürlich etwas anders, auch die Gestik. Hier und das setze ich andere Schwerpunkte. Ich will Stürmer nicht kopieren", sagt er. Die Gewöhnung aneinander gelinge aber harmonisch. Zudem gefalle ihm der Dreiklang seines Berufslebens aus Lehren, Musizieren und Dirigieren. "Letztes ist für mich ein Spiegel für das eigene Spiel".

Das erste komplett von Hilner geplante Konzert mit Kontrasten aus Dvorák und Musicals spielt das Ensemble, unterstützt vom Bedburger Capo-Chor, im April im Bergheimer Medio.

In einem Mendelssohn-Konzert spielt das Ensemble am Sonntag, 19. November, ab 16.30 Uhr in der Horremer Christus-König-Kirche die Reformationssinfonie, zudem erklingt das Lauda Sion mit den Chören der Kirche und der Malschule Heinen sowie die Orgelsonate Nr. 6, die Gudrun Bonnemann spielen wird. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten sind im Musikgeschäft Tritonus und in den Pfarrbüros Horrem und Sindorf erhätlich.

Nächster Probentermin

    01 Sep 2018

    Probe 15:00 - 18:00

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