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Rhein-Erft-Rundschau - 12.01.2015 - Anja Mausick

Frischer Wind für alte Hits

Coverband „Hard Day’s Night“ begeistert bei Beatles-Nacht im Medio

Coverbands, die Lieder der legendären Beatles nachspielen, gibt es viele. Deren Mitglieder wollen dann meistens auch so aussehen wie die großen Vorbilder aus Liverpool. Sie tragen Perücken, gerne bunte Sergeant-Pepper-Jacken und versuchen, John, Paul, George und Ringo musikalisch auf die Pelle zu rücken. Oft wirken die Lieder dann wie aufgewärmt, etwas fad und wecken weniger die Erinnerungen als vielmehr die Sehnsucht, zu Hause in Ruhe eine Beatles-CD zu hören.

Bei der Veranstaltung „The Great Beatles Concert Night“ im Medio näherten sich die Mitglieder der Coverband „Hard Day's Night“ mit der Unterstützung des Sinfonieorchesters Bergheim auf eine ganz andere, überaus wertschätzende und mitreißende Weise dem großen Werk der Ausnahmekünstler. In erster Linie natürlich durch eine hohe musikalische Professionalität. Da pusteten die klassischen Musiker mit ihren Instrumenten den Hits Wind unter die Flügel, so dass sie so richtig abheben konnten. Streicher und Bläser stehen dieser Musik bekanntlich gut zu Gesicht, haben sich die Beatles ja selbst immer wieder von klassischen Musikern begleiten lassen.

Wie bei den vorhergehenden Konzerten mit Coverband und Sinfonieorchester nahm auch diesmal der Kölner Dirigent Jan Weigelt den Taktstock auf. Er hatte auch die Arrangements geschrieben. Franz-Josef Stürmer, Chef der Bergheimer Sinfoniker, unterstützte seine Kollegen als Geiger. Auf der anderen Seite verlieh eine scheinbar tiefe emotionale Verbundenheit von Dieter Kirchenbauer (Gitarre, Klavier, Gesang), Stefan Böhmer (Bassgitarre), Thomas Wunsch (Gitarre) und Ande Roderigo (Schlagzeug) den Vorträgen eine hohe Glaubwürdigkeit.

Zwar hat Kirchenbauer vor einiger Zeit zu Protokoll gegeben, dass die Coverband 1987 eher zufällig entstanden sei, als er mit seinen Musikkollegen auf einer Party ein Beatles-Medley gespielt habe. Zu spüren war beim Zuhören im Medio aber mehr, als dieser beiläufigen Randnotiz zu entnehmen ist. Nämlich dieser gewisse Respekt vor der Leistung der Menschen, die sich Lieder wie „Let it be“, „Eleanor Rigby“, „Yesterday“ und „Long and Winding Road“ ausgedacht haben. Die Mitglieder der Coverband scheinen diese Erkenntnis in einem hohen Maße verinnerlicht zu haben und wirkten im Medio wie getrieben von dem Wunsch, diese Botschaft mit der Hilfe der Sinfoniker und musikalischer Gäste, darunter die Sängerin Christine Ladda, ins Publikum zu transportieren.

Besonders euphorisch reagierten die rund 500 Menschen im Medio etwa auf die Interpretation des Songs „With a little help from my friends“. Sebastian Siebel verblüffte mit seiner starken und kratzigen Stimme, mit der die Imitation von Joe Cocker tatsächlich super funktionierte. „Es ist nicht die Religion, die uns zusammenhält, sondern die Liebe“, leitete Kirchenbauer das Stück „All you need is love“ ein. Das Publikum wurde animiert, mitzusingen. So stimmte Kirchenbauer etwa gemeinsam mit Menschen den „Gotthilf-Fischer-Behelfston“ an, aus dem sich dann vortrefflich „Hey Jude“ und die eingängige Melodielinie ableiten ließ, die mit einem einfachen „Lalala“ auskommt.

Nächster Probentermin

    01 Sep 2018

    Probe 15:00 - 18:00

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