Darius Milhaud (1892 - 1974)

Scaramouche

Milhauds musikalische Ausbildung begann bereits mit 7 Jahren mit der Aufnahme von Violinunterricht. Erste Kompositionen entstanden mit 13 Jahren. Später studierte er Violine am Pariser Konservatorium, gab seine Violinstudien aber drei Jahre später zu Gunsten des Komponierens auf.

1916 ging Milhaud als Attachè nach Südamerika, wo er die brasilianische Folklore kennen lernt, die in den folgenden Jahren seine Musik stark beeinflusste. 1918 kehrte er nach Europa zurück, migrierte jedoch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nach Amerika. Als Professor für Komposition war ein in Oakland und am Konservatorium in Paris jährlich wechselnd tätig gewesen.

Milhaud war ein sehr produktiver Komponist: Sein Werkverzeichnis weist mehr als 450 Kompositionen auf. Sein musikalisches Wirken findet sich in allen traditionellen Gattungen wie Oper, sinfonische Musik, Konzerte, Kammer- und Vokalmusik und Lieder wieder.

Scaramouche ist wohl das bekannteste Werk von Milhaud, das als Auftragsarbeit für zwei Pianistinnen entstand, später als Saxophon-Konzerte arrangiert wurde. Zum Titel ist anzumerken: Scaramouche ist eine komische Figur des alten italienischen Volkstheaters (Commedia dell'Arte), meist ganz schwarz und in spanischer Tracht gekleidet, ein Aufschneider und einer, der den Mitmenschen das Fell über die Ohren zieht. Die Komposition sprüht entsprechend vor Lebensfreude aber auch Flegelhaftigkeit. Insbesondere sind die musikalischen Eindrücke seines Südamerika-Aufenthalts verarbeitet. Rhythmisch ist es geprägt vom Samba und von brasilianischer Folklore.

 

 

Nächster Probentermin

    01 Sep 2018

    Probe 15:00 - 18:00

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